Lyrik2000Solistenrotisseriegehabe in Salzkotten

Raketenhunde im Konto-Eis

 

Zokko-Team




Die russische Raumfahrtbehörde BUMSI startete 1974 ein Programm um mit
Hunden einen Atomkrieg führen zu können. Das ist leider nach dem Fall
der Mauer in Vergessenheit geraten. Aber es gibt sie immer noch, diese
Hundekatzen. Sie fristen meist ein einsames Dasein auf militärischen
Basen und erfinden neue Arten des Schachspiels, weil sie einerseits
hochintelligent sind aber andererseits eben auch total gelangweilt.

Ein kleiner Wurst-Terrier namens "Thorsten" erregt meine Aufmerksamkeit
als ich in Moskau lande. Er hat einen 7.500er Achtkant auf dem Rücken,
mit Jet-Propulsion und Doppel-Salami-Achsen.
Außerdem verwendet er eine computergesteuerte Traktionkontrolle, um die
monumentale Power seiner abgenagten Hundehaxen mit optimalen Grip auf
dem spiegelglatten Parkettkurs des Airports anzudrücken. Ich überlege
und entscheide mich, dass diese Technik mich im Moment nicht
beeindrucken kann, gehe hochnäsig an dem overdresseden Kruppel-Wau-Wau
vorbei und schiesse ihm mit meinem Grobenberger Milch-Revolver acht
Schuss vor die Pfoten, damit er weiß, wer ab heute die Wurstpaletten in
die Nasen der Nudisten scheuert.

Plötzlich sprang aus demselben Hochhaus ein gelber Mann hinein. Er
versuchte sich durch selbstmitgebrachte Medikamente und Häppchen in eine
traditionelle Schwingmasse zu verwandeln. Leider konnten die
Wissenschaftler gerade nicht hinschauen, da sie voneinander schwärmten.
Keiner wollte die offenen Augen des anderen sehen, denn sie wussten,
dass sie sich vielleicht ineinander verlieben konnten. Keiner wollte mit
so etwas rechnen, es wäre aber in jedem Falle eine Liebesituation
sondergleichen. Gabi Knetboss-Eyshinger hatte alles genau beobachtet.
Sie wollte die Story an eine wissenschaftliche Fachzeitschrift
veräussern. Zur Wahl standen der "Scientific Catalogue" die
"Wurstbibel" und das Fachblatt schlechthin: "Konto-Eis". Stattdessen
jedoch veröffentlichte sie die Sache in der Jugendzeitschrift "Sexofen
Magazin". Es wurde ein einigermassener Knaller. Die Zahl der Abonnenten
veränderte sich überhaupt nicht.
Das "Sexofen Magazin" wurde fast im Alleingang von Ali Pesel-Mantöffing
in der Scene bekannt als "Kotbombe" herausgebracht und gelesen. Die
Artikel waren durch geschickten Wechsel zwischen Kindersprache und
Verurteilungs-Slang modern und irgendwie lachhaft. Alis Faible für dicke
Bild-Reports und gross aufgemachte Alltagsberichte verhalfen dem Blatt
binnen kürzester Zeit zu einem Platz ganz oben in den Erfolgs-Rooms der
Zeitschriften-World.
   

 
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