Die Wahl war verloren und der Wal ging von Bord. "Ich wünsche der neuen Regierung eine gute Hand,
für unser Land" - lyrisch kaum zu überbieten was der alte Kohl von sich gab (er ist ja
Akademiker). Ich möchte hier übrigens nicht über die Erfolge bzw. das Versagen der alten und
auch nicht über selbiges der neuen Regierung reden, sondern über häßliche Menschen und dumme
Namen. Dumme Namen sind seit jeher ein Garant für einen politischen Erfolg, ob es der nie
rastende Sozialfanatiker Dieter Wiefelspütz oder der Hamburger Senkrechtstarter Ole von Beust,
beide Namen hören sich schrecklich an. Aber Namen sind eine sehr subjektive Sache, degegen
sind Äußerlichkeiten nun mal nicht wegzudiskutieren.
Die jungen Wilden sind alle gegen 50 und die grünen Rebellen der Rente nahe. Eine gewisse
ad-hoc-Trägheit macht sich breit und dies sieht man vor allem an den Fratzen der Politik.
Ist Angela Merkel vielleicht doch Derricks Schwester oder kommen ihre Tränensäcke von einem
kleinen Alkoholproblem? Ist Jürgen Trittin vielleicht zu doof, eine Krawatte zu binden oder
meint er sein Christopher-Street-Day-Schnauzbart entschuldige den fehlenden Lappen unter der
Weste? Auch Gerhard Schröder blickt immer ein wenig unter seinen ernst blickenden Augenbrauen,
als ob die letzte Schlichtung wieder ne Menge Schnapspullen gekostet hätte. Otze Lafontaine
beweist uns, daß man nicht Kanzler sein muß, um der Kabinettfetteste zu werden und über die
quasselnde Aknenarbe Guido Westerwelle will ich nicht viele Wörter verlieren, der ist in jedem
dämlichen Ulk in der Glotze als der putzmuntere Staroppositionsmagnat präsent. Gibt es eine
bessere Möglichkeit seine Gesellschaft zu beurteilen, als die Gesichter der politischen Führer?
A propos Führer, die selbsterklärten Nachfolger der österreichischen Gefreiten sind entweder
unglaublich dämlich (todernste Fresse, unfähig einen deutschen Satz zu vollenden, siehe
Sachsen-Anhalt) oder unglaublich unpräsent. Aber den eigentlichen Titel der Miss Bundestag
gebührt eindeutig Angelika Marquardt, an Schönheit wahrlich nicht zu überbieten zeigt uns
Miss Punk 99 auch, daß man sich nicht waschen muß, um im Parlament zu lümmeln. Zuletzt
bleibt nur die Frage, wann sich Rudi Scharping endlich wieder einen Bart wachsen und
Gerhard Schröder seinen kleinen Clinton im Kabinett rumstreifen läßt, wie es sich für einen
großen Staatsmann gehört - Gunda bitte kommen. |