Lyrik2000Die goldene Anleitung der 19jährigen

Die große Reportage - Klöten, Kälber, Kampfmutanten

 

Etzenhammer




Etwa 6000 Kilometer oberhalb des Kamutscho-Hochsteins liegt die bekannte Seenplatte "Norderney" mit dem fantastischen Ausblick auf Berge wie den Höhenlechner Mambuto oder die Savanne von Stockholm. Es offenbart sich dem Besucher ein Ausblick der besonderen Art, nach Norden zum Großbichler Hammelkopf, nach Süden zum imposanten Kleinschmeissinger Zwergstein und nach Norden zum Süden hin. Über den Köpfen der Einwohner kreist der bekannte Steinadler mit einem Umfang von über 45 Metern, und manchmal, wenn einer der Bauern nicht obacht gibt, kommt es vor, daß der Adler mit einer immensen Wucht hinabstößt und am Traktor zerschellt.<BR>
Dort, wo eine Fauna herrscht wie sonst nur in Gefilden mit viel Fauna, ist auch die Heimat von Ibrahim Hiablberger, einem typischen Lebemann der Berge. Hiablberger, von seinen Freunden auch gerne "Der Ibrahim" genannt, trägt einen weiten Schürzenrock mit Stickereien und Aufklebern aus aller Welt. Im Mund klebt, wie angeklebt, eine Pfeife mit wohlriechendem Tabak aus selbstangebautem Karies, sein Bart spottet jeder Beschreibung, er ist weiss und lang und reicht von hier, der Hütte, bis zum Janktaler Brazlstein (3708 m.ü.N.n). Geschnitten, so seine Auskunft, hat er ihn das letzte Mal erst gestern. Deswegen ist der Bart auch so kurz. Er hat keinen Bart, das ist sehr beeindruckend. Hiablberger engagiert sich überhaupt nicht für die Grünen und die Natur, er ist eher ein Naturfreak, wobei er mit der Natur nicht soviel am Hut hat. Befragt nach seiner Gesinnung antwortet er ebenso charmant wie eloquent: "Naaa ispuijäättzza Aishockäääää!!!!!!" und lacht dabei sein sympathisches Lachen, daß die ganze Mundfäule seines Daseins offenbart.

Hiablberger zeigt uns sein Anwesen, große frische Wiesen, saftige Kühe und eine Umgehungsstraße mit moderner Ampelschaltung. Ganz besonders stolz ist er auf seine neueste Errungenschaft: ein alter Brennstab aus dem Ural, mit dem er nachts den Kühen den garaus macht.

Zum Abschied schenkt uns der Sympathikus noch seinen Hut, bestickt mit Alpenmalerei und Jodel-Romantik, winkt uns zum Abschied und bespritzt uns mit Kälberblut, worauf mit wildem Gelächter antworten und ihm mit einer 45er Automatik den Kopf wegschiessen.
   

 
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