Lyrik2000Unlustig ist gar kein Ausdruck für nicht so gut drauf sein

Urinale Enzyklika

 

Ryke Geerd Hamer




"Was hast du schon wieder getan!" fauchte ich mich des öfteren bereits selber an und meistens
hab ich wieder nichts getan. Die Zeit verinnt wie Urinstein bei gelassener Nichtbeachtung.
Doch der Dreck muss ein Ende haben. Mutig setzte ich mich also auf die Toilette und las eine
Wurst. Eine Wurst kann ein prima Lesestoff sein. Was hat die nicht alles erlebt! Und was wird
sie erleben? Dieses Wunder der menschlichen Verdauung, das sich nur mit den Komplexen einer
Fructose-Vergiftung bei tibetanischen Bergziegen vergleichen lässt, schreit förmlich nach
Autoren, sie birgt unglaublich viele spannende Abenteuer in sich. Also nahm ich die Wurst und
brachte sie zu einem Onanat. Die beiden mochten sich nicht richtig leiden und auch durch
mein eifriges Zutun steubten sie sich dermaßen, so da mir nur noch die Wahl der Abreise
blieb.

Sollen die doch alleine sehen, was aus Ihnen wird, ich fuhr erst einmal ins Schlumpfland.
Dort begegnete ich einer dicken fetten Wolke, die so unglaublich fett war, da es ihr unmöglich
erschien wieder in den Himmel zu steigen, was blieb mir da schon anderes übrig, als sie mit
meinen unglaublich heissen Fürzen zu vernichten. Fürze oder heisst es Furze? Das Wort Furz ist
eigentlich phonetisch kaum zu übertreffen, wie derb und primitiv klingt da schon Schors.
Menschen die diese gottgegebene Finalwaffe abwertend Schiss nennen verwechseln einiges,
besonders verwechseln sie ihre alte mit ihrer neuen Unterhose, was eklige kleine Pusteln am
Hintern verursachen soll, wie mir ein ansssiger U-Bahn-Monteur versicherte. Froh, der Wolke
irgendwie geholfen zu haben ging ich weiter und trampelte aus Versehen das Schlumpfland
nieder.

Das befriedigte mich aber nicht und auch weitere sexuell animierende Rektalgedanken brachten
nicht den erwnschten Höhepunkt. Wie kann man sich in dieser reizüberflutenden Zeit noch
ordentlich befriedigen? Ich aß ein Reh und rieb mich zwei Stunden nackt an einem Baum mit dem
Erfolg, daß mein feuerrotes Glied nun auch noch schön glitschig vom herabtropfenden Blut war.

Pfui Deibel! Ich beschloß dem sexuellen Umtrieb ein Ende zu bereiten, schließlich wollte ich
nicht die Sittenwächter auf den Plan rufen und so beschloss ich, meine Hosen anzuziehen und in
einem dem zu wohnen.
   

 
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