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Zirkus Arabesque 3.0
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(Gelungener Suizid aus Mörtel-Öskönöse extrahiert!)
Völlig überraschend hoben sich die Augenbrauen von Zirkus Arabesque als
sie die Stirn räusperte und mit einem lauten Blöken ihr Fahrrad aus dem
23. Stockwerk eines schnieken Appartement-Wohnblocks schmeissen wollte.
Sie hatte die Rechnung ohne den Wirt gemacht. Also ließ sie ihr Fahrrad
stehen ("Is eh scheiße"), packte sich an den Knöcheln und schmiss sich
selbst über den Balkonrand, der mit leckeren Begonien begossen bumsen.
"Kein schlechter Einstieg" dachte sich derweil ihr Freund und
beobachtete ihren Fall während er mit seinen Schnürsenkeln redete und
ab und zu kleine Käfer in Stahl-Geschirr verwandelte. Er fragte sich wo
seine Freundin wohl blieb: "Wo bleibt die wohl?" und er hatte keine
Ahnung warum ihm in der letzten Nacht ungefähr 47 Finger aus dem After
gewachsen waren, die sich bei näherem Hinsehen als ungefährliche,
kleine Raupen-Äffchen entpuppten. Da fiel es ihm wieder total ein:
Super!
Der mit Backstein-Felgen gepflasterte Saum des Innenhofes sorgte für
eine weiche Landung und nach ein paar linguistischen Backwaren sah sich
Zirkus wieder in der Lage ihrem Freund gegenüber zu treten.
"Hast du mein Fahrrad gesehen?" <BR>
"Ja, sicher."
"Und wo ist es?"
"Hallo."
Grandiose Antwort. Wütend schraubte sie ihm ein Omelett auf den
Ellbogen, doch das beeindruckte ihn wenig. Stattdessen nur sinnloses
Rumgeplänkel mit Endivien und gelegentliches lamentieren über das
Despotentum der militanten Östrogen-Konsonanten in Belfast.
Es war aber auch eine verdammte Arschloch-Scheiße! Wie konnte sie nur
in diese Situation reingeraten? Auf der anderen Seite: einem
geschenkten Gaul hat Gold im Mund.
Sie wähnte sich in Australien und durch reine Akzeptanz fiel sie auf
der anderen Seite des Äquators wieder hinaus, direkt auf einen
Mullbinden-Katalog aus feinstem Käse-Cracker-Derivat. Das war knapp.
Ihr Freund, dessen Name hier lieber nicht genannt werden sollte, er
lautet: "Gnotzilla-Kniewärmer-Numerologie-Brigitte van der
Schmauch-Rolloch-Fernrohr-Tube".
Mit einem "Hepp!" machte er sich auf den Weg und genoss die Aussicht
und er genoss die Aussicht. Ha! Tolle Aussicht! Allerhand, was sich
seine Schnalle da so erlaubte, es machte ihn wütend und traurig. Noch
nie in seinem ganzen Leben, und das war erst der Anfang. Er sagte
"Schüss" zu seinem Leben und fuhr mit einem Dampf-Kajak gegen die
berühmten Bergschnellen von Portugal, bekannt aus Funk und Fernsehen.
Oder doch nicht? War es nur Illusion? Die Akzeptanz bringt wundersame
Dinge zum Vorschein, nicht nur 2 im Sinn, 1 gemerkt.
Unterdessen bekam Zirkus Arabesque einen Steiß aus Salami bei dem
Versuch sich mit Lackfarben eine Landkarte zu konstruieren. Nicht die
Größe war das Problem sondern die Größe war das primäre Problem, dafür
kam sie mit der Größe ganz gut zurecht. Was für ein glücklicher Zufall,
daß im selben Moment eine 20.000 Tonnen schwere Tankstelle direkt auf
ihren Steiß plumpste, sie hatte nämlich gerade null Bock auf Salami.
Landkarten gibt es natürlich in jeder Tankstelle aber nicht aus
Acryl-dynamischen Lackcolorationen, also beendete sie diesen Trip und
fuhr wieder heim zu ihrem Freund, der natürlich inzwischen in den
Bergschnellen, usw.
Zirkus, die übrigens von ihren Freunden auch zärtlich "Zirkus" gennant
wurde, dachte noch ein bißchen nach über die Beziehung und über die
seltsamen tanzenden Papyrus-Zwerge auf ihrem Plastik-Herd, aber nach
einer Weile beruhigte sie sich und schmiss alle Tassen aus dem Fenster,
demolierte ihre Einrichtung und erschoss den Nachbarn. Es war die
richtige Entscheidung, denn wie sich im Nachhinein herausstellen sollte
war ihr Nachbar der verdammte Tankstellen-Besitzer! |
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