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Bibelstunde
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Ja, ja auch schon zu Moses Zeiten wußte man, was sich gehört und was nicht:
"Wer dem Tiere beiwohnt, soll des Todes sterben!"
(5. Buch Mose)
und auch der voreheliche Geschlechtsverkehr soll mit dem Tode bestraft werden.
Ja, ja, die kannten sich aus in den Fragen der Sitten und sprachen deutliche Worte.
2. Bibelstunde:
Heute möchte ich mich der auch schon zu Moses Zeiten existierenden Frage der
Selbstjustiz befassen.
Heutzutage wird sowas ja nicht mehr gern gesehen von den Herren in den schicken
grünen Jacken und den putzigen Mützen.
Doch zu Moses Zeiten war das z.B. im Falle des Diebstahls genau geregelt, wie wir in
seinem fünften Buch erfahren:
"Wer einen Dieb ertappt und dabei erschlägt, den trifft keine Blutschuld.
Ist aber schon die Sonne aufgegangen und er erschlägt den Dieb, so trifft ihn die
Blutschuld."
Da empfehle ich, doch möglichst in Regionen mit überwiegend muslimischer
Bevölkerung stehlen zu gehen, da fehlt einem dann nur die Hand, wenn man erwischt
wird. Tja, jede Religion hat so seine Tücken.
Was wohl zu Moses Zeiten auf Steuerhinterziehung stand???
3. Bibelstunde:
Ja, auch heute möchte ich mich wieder mit dem Strafgesetzbuch, genannt "Die Bibel"
befassen. Auch diesmal beschäftigt mich eine schlimme Straftat: Der Mord!
Wie schon fast zu befürchten, läßt sich auch zu diesem Punkt in diesem Buch eine
interessante Lösung finden:
Auf Mord steht, wie sollte es anders sein, der Tod. Aber es wäre nicht die Bibel, wenn
man hierzu nicht einen Zusatz finden würde. Denn, so läßt uns Mose wissen, hat Gott
die Hand des Täters geführt, so entgeht er nicht nur der Todesstrafe, nein, er kann auch
der Hilfe Gottes bei der Flucht sicher sein.
Da drängt sich einem natürlich die Frage auf, wie die das wohl rausgekriegt haben
damals, ob das nun mit oder ohne die Hilfe von Gott abging? Im Mittelalter gab es ja die
ein oder andere Methode, deren Trefferquote aber schon gottverdammt niedrig lag.
Aber eines zeigt uns dieses Gesetz. Tucholsky hat die Bibel nicht oder nicht gründlich
genug gelesen. Es bedarf nur der richtigen Definition des Krieges.
4. Bibelstunde:
Ein kleiner Nachtrag zur Bibelstunde Nr.3, in der Mord das Thema war:
Bei Sklaven sah die Sache natürlich anders aus. Da lief das so:
"Erschlägt jemand seinen Sklaven, so ist es Mord. Bleibt aber der Sklave noch ein
oder zwei Tage am Leben, so soll der Täter nicht bestraft werden."
Das heißt, es kam nur darauf an, wie geschickt man sich bei der Ermordung seines
Sklaven anstellte. Stellte man sich zu tölplig an, war die Rübe runter; machte manâs
richtig, konnte man sich in Ruhe nach Frischfleisch umschauen.
Für Ungeübte muß das damals so eine Art russisch Roulette gewesen sein.
5. Bibelstunde:
Und wieder wollen wir uns zu einer neuen Bibelstunde zusammenfinden, auf das wir firm
werden in der Biblischen Rechtslehre, die ja, wie wir alle wissen, noch vor der römischen
schriftlich niedergelegt wurde. Ob die römische oder die biblische Rechtsprechung
humaner ist, nun, diese Entscheidung möchte ich doch lieber Experten überlassen.
(Auch aus Angst vor Verfolgung durch Fundamentalisten?!)
Heute: kleines Potpourri der Gesetze des Mose:
- Männer sollen sich nicht wie Frauen kleiden, und Frauen nicht wie Männer!
Strafmaß leider (mir) unbekannt, aber sicher nicht lächerlich.
- Wer am Sabbat arbeitet soll des Todes sterben!
- Man darf seine Tochter als Sklavin verkaufen, aber bitte doch nicht an andere Völker!
- Wer auf Mutter und Vater flucht, soll des Todes sterben!
(Ohh, Mann, wieviel Leben muß ich haben! Da isâ ja Che mit seinen sieben oder
eine
Katze mit ihren neun echt weit abgeschlagen!)
Ja, meine Schäfchen, so merket euch dieses gut, auf daß ihr auffahrt in den Himmel
nach dem Tode und nicht in der tiefen Hölle beim Pferdefüßigen braten müßt!!!
6. Bibelstunde:
Heute also die sechste und vorläufig letzte Bibelstunde.
Auch der Herr ruhte am siebten Tage.
Schon zu Moses Zeiten wußte man, daß die Frauen sehr heimtückisch sein können. Um
das arme männlich Geschlecht vor diversen linken Aktionen der Frauen zu schützen,
schildert Mose in seinem fünften Buch, genauer gesagt in den Versen 25,11 - 12 mal
einen konkreten, durchaus realistischen Fall und legt hierbei gleich das Strafmaß vor:
(wörtlich aus der luth. Bibelübersetzung, in jedem Fall Nachkriegsausgabe)
"Wenn zwei Männer gegeneinander handgreiflich werden und des einen Frau läuft
hinzu, um ihren Mann zu erretten von der Hand dessen, der ihn schlägt, und sie
streckt ihre Hand aus und ergreift ihn bei seiner Scham, so sollst du ihr die Hand
abhauen und dein Auge sie nicht schonen."
(5.Mose 25,11 - 12)
Was wohl der letzte Und-Satz heißen soll??
Nun, so weit so gut, ob diese Reihe fortgesetzt wird liegt in der Hand Gottes und anderer
Sachlagen, Sachzwänge und was weiß ich noch... |
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