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Pudern im Millenium
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Fernab jeder Realität wusch sich Fratanelli Dinkel-ob-der-Hut-Marmese mit
kräftig Seife und Waschlappen ein. Splötternd verteilten sich die
Minimal-Seifenblasen um seine Hautporen und gaben sich ein Stelldichein um
die Fußgegend. Hätte ein Unbeteiligter zugesehen, er wäre verzückt ob der
Musikalität dieses Ereignisses, denn das war es, was Fratanelli mit
folgender Bemerkung zum Vorschein brachte: "Jugend, Rußland, Ecktischchen
aus Kartoffel!". Seltsam, ein bißchen paranoid vielleicht, aber er wußte
sicherlich von seiner Vorhersehung. Ja, er war vorgesehen im göttlichen
Plan des debilen Herrgotts, ein Zahnrad zwar nur, aber eins mit Funktion
im Getriebe! Vielleicht sogar ein elektronisch gezündeter Bananen-Krug aus
moslemischer Gefangenschaft!
Aus dem Radio tönten Zapfen einer Musik, die Fratanelli nur halb-rythmisch
wahrnahm, vielleicht nahm er sie sogar gar nicht wahr, wer weiß, immerhin
gibt es diesen Mensch nur in der Phantasie. Tollerweise nahm er den Kampf
auf und gewann gegen den Husaren Meckle-Beck, der sich ihm in einer
Kampfausrüstung aus reiner Schinkenwurst gegenüberstellte.
Sein Haustier, ein fettes Zylinder-Maskottchen, stampfte aus der Küche mit
gerümpfter Nase. Anscheinend schienen ihm die extra für ihn zubereiteten
Gras-Universitäten nicht zu munden. Doch Fratanelli kümmerte sich einen
Dreck um ihn. Es war der Kampf, der ihn beschäftigte. Ein Kampf um Leben
und Tod, bei dem sich beide Parteien experimentelle Wildparkgehege aus der
Nase rissen und immer kräftig aufs Schienbein urinierten. Meckle-Beck war
ein fähiger Gegner, doch er hatte es nie gelernt, Hutablagen mit
Betonpfeilern zu verzieren, so daß Fratanelli einen besonders großen
Stahlbetonpfeiler mit 1200 Atü in Meckle-Becks Schinkenwurst-Panzer rammte
und so versehentlich drei Autos, fünf Steh-Bistros und 3400 Passanten mit
in den Tod nahm.
Doch für den Kleinkram hatte er jetzt keinen Nerv. Schließlich wollte er
ja noch seine Aufgabe lösen und umherwieselnden Tamborin-Vertretern den
Garaus machen. |
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